Samstag, 3. Mai 2014

Emmital - You dirty little bitch!

Kurzschlussentscheid: Nachmittag frei gemacht, meine sieben Sachen gepackt und ab ins schöne Emmital!

Als mich mein Heimweg am Donnerstag durchs Emmental führte, war für mich sofort klar, dass mein nächster Angelausflug mich in dieses beschauliches Tal mit dem kleinen Flüsschen führen wird. Langsam fliessendes und klares Wasser, überall schöne Gumpen und hie und da wieder schnell fliessende Abschnitte - als Kind hatte ich das irgendwie anders in Erinnerung: Viel laufen, viel bergauf, Steinmännchen bauen, und zuletzt nasse Schuhe. Da sieht mal wieder einmal, dass man älter wird.



Emme, du grosses dreckiges irgendwas...

Als ich am Nachmittag zum ersten Mal einen Blick auf die Emme erhaschen konnte, war diese gegenüber dem Vortag nicht mehr wiederzuerkennen.
Aus der klaren, ruhigen Jungfrau wurde eine dreckige, reissende Riesenschlampe. 
Eine solche Entwicklung kenne ich sonst nur nach drei Tequilas aber offensichtlich führt Dauerregen über die Nacht zum selben Ergebnis:



Ich redete mir ein, dass die Emme weiter oben wieder besser wird und fuhr weiter ins Emmital hinein, bis ich an der Pforte meines Heimatortes Eggiwil stand. Auch hier keine Verbesserung - im Gegenteil. "Fangen wirst Du hier bestimmt nichts", sagte mir meine Stimme im Kopf. Wenn ich nicht meine neu erworbene Rute, eine Loop Cross S1, im Gepäck gehabt hätte, wäre ich sicher wieder umgekehrt. Wenn ich schon nichts fangen werden, kann ich immerhin meine neue Rute austesten. Rute zusammengesteckt, Nymphe montiert, der erste Wurf - ein Traum diese Rute! Da hat sich die Investition wirklich gelohnt!

Nach diversen Hängern und ein paar Nymphen weniger, war es Zeit für einen Standortwechsel. "Nur noch einen Wurf und dann geht's weiter", dachte ich mir. Als die Schnur so im Wasser lag, meinte ich einen kurzen Ruck erkannt zu haben... Anschlag! Das Wasser spritzte und die Schnur wanderte in Richtung Mitte des Flusses. Ziemlich erstaunt und mit offenen Mund drillte ich tatsächlich einen Fisch. Nach einem kurzen Drill lag sie dann in meinem Kescher.




Eine wunderbare Bachforelle von 42cm auf Nymphe
Vor Aufregung zitternd und ungläubig dreinblickend begutachtete ich "meinen" Fisch. Meine erste Bachforelle über 40cm und das bei diesen Bedingungen an der Fliegenrute. Wuheeeeeee! xD


Neue Stelle, neues Glück


Nach zwei vermeintlichen Fehlbissen kam zwischenzeitlich ein Bissanzeiger ans Vorfach. Nächster Wurf und das pinke Knetbällchen trieb auf eine vielversprechende Stelle zu und tauchte plötzlich ab!
Anschlag - und wieder spritze das Wasser an der Oberfläche!
Ungläubig versuchte ich etwas Schnur auf die Rolle zu kriegen. Das war aber gar nicht nötig, denn plötzlich zog der Fisch Schnur ab.
Nach ein paar bangen Minuten und ein paar Slapstickeinlagen (Schnur um Füsse, Schnur zwischen Steinen eingeklemmt) meinerseits lag auch der zweite Fisch des Tages im Netz. What.The.Fuck!!!



Eine gut genährte BaFo von 46cm


Liebe Emme, vielen Dank! Ich komme wieder, keine Frage!





Hebet üch warm Giele u Meitschis!



PS: Beim genauen Hinschauen wird man feststellen, dass es sich bei den Fotos um den ein und denselben Fisch handelt. Der Kleineren wurde ein Fotoshooting erspart...


Samstag, 3. August 2013

Alaska 2013

Überwältigend, hammermässig und ohne weiteren Kommentar...
Lieber Leserschaft (an dieser Stelle Hallo ihr beiden ;)), ich will meine Ferien in Alaska gar nicht weiter beschreiben. Zum einen, weil ich immer unter dem grössten Jetleg seit Menschengedenken leide und zum anderen...

Jetzt mal unter uns:


Dieses riesige Land bietet so viel, das kann man in einem Blog gar nicht zusammenfassen. Die Ausflüge bei ströhmenden Regen waren der Hammer. Der Angeltrip auf dem offenen Meer der absolute Overkill. Die Floatdrifts mit der Fliegenrute durch die Canyons bei stahlblauem Himmer waren so unbeschreiblich traumhaft schön, dass mein Wortschatz nicht einmal annähernd ausreicht um die Szenerie zu beschreiben in welcher wir Gast sein durften - ich bin heute noch sprachlos wenn ich mir die Bilder wieder anschaue.

Das muss man einfach erlebt haben. Punkt. Fertig. Schluss. Aus.

Alaska - I'll be back!

Hier das Ergebnis meiner GoPro- Filmerei (am Besten auf Youtube mit 1080p anschauen).  Enjoy :D



Sonntag, 23. Juni 2013

Twitch, Bäng, Fuck! - Saisoneröffnung Melchsee Frutt


Heute ging es zum ersten Mal in diesem Jahr (Eisfischen jetzt mal ausgenommen) auf die Melchsee-Frutt und diesen Tag werde ich so schnell nicht mehr vergessen.

Der Anfang lief eigentlich wie geplant: Fünfter Wurf, kurzes Anzupfen, ein wenig twitchen und *bäng* schon krümmt sich die Rute - jawohl! Die Freuden des Drills waren jedoch von rekordverdächtig kurzer Dauer, denn auf einmal war der Zug weg und ich holte fluchend meine Schnur ein. Vorfachbruch. Na toll...

Neue Stelle neues Glück - oder so

Ein kleiner Einlauf schien mir vielversprechend und so donnerte ich meinen Lieblingswobbler, ein LuckyCraft Wander, ein weiteres Mal ins kalte Nass.
Da das Wasser sehr klar war, konnte man den Wander bereits früh im flachen Wasser erkennen. Von meiner etwas erhöhten Position erfreute ich mich über das Laufverhalten des kleinen Wobbler ohne Tauchschaufel. Plötzlich raste etwas von hinten auf den Wobbler zu - ein schöner Bachsaibling! Ich zupfte den Wander immer näher ans Ufer - der Saibling schnellt vor und verpasst! Nächster Versuch vom Saibling - der Wobbler ist noch weit draussen und - zack - im Saiblingsmaul. Ich verfolgte dieses fesselnde Schauspiel und hatte so langsam das Gefühlt etwas vergessen zu haben. Anschlag! - jetzt kam es mir in den Sinn - ich Dumbatz habe ganz vergessen anzuschlagen. Der Saibling nutzte natürlich die Gunst der Stunde und verschwand mit ein paar energischen Flossenschlägen im nächsten Graben.

Es klappt doch noch


Nach etlichen Fehlbissen (kein Witz: nach dem Zehnten habe ich aufgehört mitzuzählen), diversen Standortwechseln und einem Wechsel zum grösseren Wander 80 klappte es endlich:

Mein erster Bachsaibling in diesem Jahr!
Kurz darauf packten noch zwei weitere Saiblinge den Wander. Da mein Natel jedoch just nach dem obigen Foto den Geist aufgegeben hat (danke Samsung für Deine Programme die klammheimlich im Hintergrund Strom wegfressen...) landeten diese Fische ohne Fotoshooting im Korb.




Montag, 17. Juni 2013

It's the final Countdown...

Nur noch zwei Wochen und dann heisst es endlich: "we're ready for takeoff" oder besser gesagt Abflug nach Alaska!

Ich nutze weiterhin jede freie Minute um am Wasser ein paar Würfe mit der Fliegenrute zu machen, auch wenn ich das Wort "Freizeit" gerne zum Unwort des Jahres erklären würde...

Als neustes Gadget habe ich mir jetzt eine GoPro Hero 3 zugelegt. Hier ein kurzes Video meiner letzten Trainingssession (mit Fischkontakt):


Eine schöne Bestätigung dass der
letzte Wurf gar nicht mal so schlecht war ;-)

 

Fliegenfischerwochenende an der Thur

Das war ja auch noch: Trotz Dauerregen war das Fliegenfischerwochenende an der Thur (unter der professionellen Leitung von Werni Glanzmann) eine wunderbare Sache. Die Thur bei Alt St. Johann war über Auffahrt in hervorragender Verfassung und so kam es zwischen den Theorie- und Praxiseinlagen immer wieder zu  Fischkontakt.

Notiz an mich: Nächstes Jahr unbedingt wieder buchen!

Im Gegensatz zum Angler waren die Forellen eher klein und fein...
 





 

Montag, 28. Januar 2013

ALASKA 2013

Dieses Jahr geht ein Traum von mir in Erfüllung: Sommerferien in Alaska!

Nachdem ich die letzten Sommerferien an wunderschönen Bergseen verbracht habe, geht es dieses Jahr endlich mal wieder ein bisschen weiter weg.

Im Juli ist es soweit - Flug von Frankfurt nach Anchorage, zwei Tage in der Hauptstadt des Bundesstaates Alaska verweilen, Übernahme des Mietwagens und dann ab nach Soldotna.

Soldotna liegt auf der Kenai- Halbinsel und (wie man vom Namen her ableiten kann) direkt am Fluss "Kenai". Ja, mein lieber Herr Lachs, da müssen Sie durchschwimmen, wenn Sie ins Landesinnere wollen...

Kenai River

Ich bin wirklich gespannt was mich auf diesem Trip alles erwartet und die Vorfreude ist riesig! Ein Lachs darf natürlich nicht fehlen, mich interessieren jedoch die kleineren Nebenflüsse mit den wunderbar gezeichneten Regenbogen- und Bachforellen, den Äschen und Saiblingen fast noch mehr. Einfach mal die pure Wildnis erleben - ich stelle mir das herrlich vor...

Die Fischarten findet man rund um die Halbinsel

Zu meinen Vorbereitungen gehören unter anderem ein Fliegenfischerkurs mit dem "Guru" Göran Andersson und ein verlängertes Fliegenfischerwochenende an der schönen Thur. Bis zum Abflug im Juli hoffe ich meine Fliegenfischerfähigkeiten noch weiter verbessern zu können und an solchen Kursen kann man sicherlich immer was dazulernen. Ich freu mich drauf!

Tüdelü!

Donnerstag, 24. Januar 2013

Üben, üben, üben...

Da die Winterzeit (mal abgsehen vom Eisfischen) fischereitechnisch eine eher langweilige Zeit ist, nutze ich jede freie Minute um mit der Fliegenrute das Werfen zu üben. Ich will nicht gleich von Quantensprüngen sprechen, aber meine Wurftechnik hat sich innerhalb der letzten zwei Monaten, dank dem regelmässigen Training spürbar verbessert.

Fliegenfischen bei Minustemperaturen...


Das Anschaffen einer zweiten, kürzeren und vor allem leichteren Rute (eine Sage ZXL) hat sich wirklich gelohnt. Es war bedeutend einfacher die Wurfabläufe mit dieser Rute in den Griff zu bekommen als mit der langen und vergleichsweise schweren Scott S4S welche ich letztes Jahr nach dem ersten Fliegenfischerkurs gekauft habe. Jetzt da das Timing so langsam stimmt kann ich das Potential der Scott je länger desto mehr ausnutzen und bereue diesen Kauf nicht im geringsten - allerdings muss ich eingestehen, dass diese Rute als Einsteigermodell eher ungeeignet war.

Zwar kommt es hie und da noch zu Wurffehlern (irgendwie schafft es die Fliege sich in der Verbindungsschlaufe der Hauptschnur zu verfangen), aber ich bin guter Dinge, dass ich auch dieses Problem in den nächsten paar Wochen und Monaten in den Griff bekomme.

Cheerio mates!


Mittwoch, 23. Januar 2013

Liebes World Wide Web...

Für dieses Jahr habe ich mir genau zwei Vorsätze genommen:

1. Mich weniger dem omnipräsenten Stress auszusetzen (was bereits am zweiten Arbeitstag rigoros scheiterte)
2. Endlich einen Angler- Blog zu schreiben; eine Seite nur für mich alleine, in der ich das gesamte Internet mit egozentrischen Gedankengängen und blasphemischen Angleransichten vollspammen kann.

Hier soll also in nächster Zeit mein allererster Blog überhaupt entstehen. Judihui der Wald ist grün oder "Freude herrscht!" wie es Adolf Ogi zu sagen pflegte.

Mal schauen, ob das ganze etwas wird und sonst getreu nach dem Motto "it's about blogging, not writing".

Cheerio!